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Wie finde ich die richtige Creme für mein Gesicht?

Bianca Kirchner
Kurland-Expertin und Kosmetikerin

Sie ist staatlich geprüfte med. Heilmasseurin und Kosmetikerin, war im Reha-Bereich tätig sowie Spa-Mitarbeiterin in 5-Sterne-Hotels. Seit Februar 2023 ist sie professionelle Trainerin im Kurland-Team.

Eine Frage, die sich viele stellen, doch die Antwort ist nicht immer einfach. Jede Haut ist anders und braucht individuelle Pflege. Doch woran erkennt man seinen Hauttyp? Welche Inhaltsstoffe sind wirklich sinnvoll? Und welche Pflegefehler sollte man unbedingt vermeiden? Unsere Hautpflege-Expertin Bianca gibt wertvolle Tipps, damit du die perfekte Creme für deine Haut findest!

1. Welche Hauttypen gibt es?

Es gibt vier Haupt-Hauttypen: normale, trockene, ölige und Mischhaut. Zusätzlich existieren verschiedene Hautzustände wie empfindliche Haut, reife Haut, atrophe Haut oder Pigmentstörungen.

  • Normale Haut ist ausgeglichen, wirkt jugendlich und funktioniert optimal. Diesen Hauttyp streben wir an und möchten wir erhalten.
  • Trockene Haut spannt häufig, neigt zu Schüppchenbildung und kann fahl erscheinen. Sie ist oft hypersensibel und tritt vor allem bei reiferen Personen oder Menschen mit Allergiepotenzial auf.
  • Ölige Haut glänzt schnell, weist vergrößerte Poren auf und ist anfällig für Unreinheiten. Dies geschieht durch eine Überproduktion von Talg und Schweiß. Öliger Talg führt zum Stau in den Follikelöffnungen. Mitesser (Comedone) entstehen, können beim bakteriellen Zersetzungsprozess Entzündungsreaktionen auslösen, die zur Bildung von Pusteln und Papeln führen.
  • Mischhaut zeigt sowohl ölige Partien in der T-Zone (Stirn und Nase) als auch trockene Hautbereiche an Wangen, Augenkontur und Kiefer. Dieser Hauttyp tritt häufig bei jungen Menschen auf und wird durch hormonelle Veränderungen in der Pubertät begünstigt.
  • Empfindliche Haut ist eher ein Hautzustand als ein klassischer Hauttyp und reagiert mit Rötungen, Brennen oder Irritationen auf Kosmetikprodukte oder thermische Reize wie Hitze und Kälte. Oftmals wird empfindliche Haut jedoch nur falsch gepflegt und kann mit der richtigen Routine wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
  • Reife Haut ist durch den natürlichen Alterungsprozess gekennzeichnet: Sie verliert an Spannkraft, Feuchtigkeit und Elastizität. Fältchen, Pigmentverschiebungen und eine dünner werdende Hautstruktur treten vermehrt auf. Reife Haut profitiert besonders von nährstoffreichen Pflegeprodukten, die regenerierend, straffend und antioxidativ wirken.

2. Wie erkenne ich meinen eigenen Hauttyp? Gibt es einen Selbsttest?

Um den eigenen Hauttyp zu bestimmen, sollte das Gesicht morgens gereinigt und ohne Pflegeprodukte belassen werden. Nach 1–2 Stunden die Haut beobachten. Ein fettiger Glanz deutet auf ölige Haut hin, während Spannungsgefühle und Schüppchen für trockene Haut sprechen. Wenn sowohl ölige als auch trockene Partien vorhanden sind, handelt es sich um Mischhaut. Eine professionelle Hautanalyse im Kosmetikinstitut liefert genauere Ergebnisse, da hierbei verschiedene Faktoren untersucht werden, um die optimale Hautpflege individuell anzupassen.

3. Welche Inhaltsstoffe sind besonders gut für trockene, ölige oder empfindliche Haut?

Trockene Haut benötigt feuchtigkeitsspendende und nährende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Glycerin und Aloe Vera sowie reichhaltige Öle, Sheabutter oder Ziegenbutter. Diese sind in der Kurland Classic Serie und der Ziegenbutterserie enthalten. Besonders empfehlenswert sind die Classic Day & Night Cream für trockene und sensible Haut, die Classic Day & Night Cream für reife Haut sowie die Ziegenbutter Q10 Day & Night Cream und das Ziegenbutter Aloe Vera Gel. Für ölige Haut sind leichte Texturen in Form von Fluids oder Gelcremes ideal. Regelmäßige Peelings und Masken mit Heilerde, Teebaumöl, Salicylsäure oder Ziegenbutter helfen, den Glanz zu reduzieren und Unreinheiten vorzubeugen. Kurland bietet hierfür das Classic Fluid und das Ziegenbutter Aloe Vera Gel an. Empfindliche Haut benötigt beruhigende Stoffe wie Panthenol, Kamille, Calendula oder Jojobaöl. Hier eignen sich die Classic Day & Night Cream für trockene und sensible Haut sowie die Ziegenbutter Creme pure oder die Ziegenbutter Creme med.

4. Gibt es Wirkstoffe/Inhaltsstoffe, die man unbedingt meiden sollte?

Ja! Besonders problematisch sind Produkte mit hohem Alkoholanteil (Alcohol denat.). Diese können die Haut austrocknen und reizen. Auch Mineralöle und Silikone sollten vermieden werden. Sie versiegeln die Haut und vermitteln im ersten Moment ein angenehmes Hautgefühl, können aber die Poren verstopfen.

5. Wie finde ich heraus, ob eine Creme wirklich für mich geeignet ist? Gibt es eine Testmethode?

Ja, der Patch-Test ist ideal: Trage eine kleine Menge des Produkts hinter dem Ohr oder an der Innenseite des Unterarms auf. Wenn deine Haut nach 24 Stunden keine Reaktion zeigt, dann kann es im Gesicht getestet werden. Treten nach 1–2 Wochen Anwendung keine Irritationen oder Unreinheiten auf, ist die Creme gut verträglich.

6. Brauche ich morgens eine andere Creme als abends?

Nicht unbedingt, aber es kann sinnvoll sein. Tagescremes enthalten oft Sonnenschutz und leichte Feuchtigkeitsspender. Nachtcremes sind meist reichhaltiger und enthalten regenerierende Wirkstoffe wie Retinol oder Peptide. Mein Tipp: Wer eine minimalistische Routine ohne viele Tiegel und Tuben bevorzugt, kann eine kombinierte Tages- und Nachtpflege wie unsere Classic Day & Night Cream anwenden – und tagsüber dann zusätzlich Sonnenschutz auftragen.

7. Sollte man seine Pflegeprodukte wechseln?

Ja, aber nicht zu oft! Die Haut braucht 4–6 Wochen, um sich an neue Produkte zu gewöhnen. Eine saisonale Anpassung ist sinnvoll, beispielsweise leichtere Gele im Sommer und reichhaltigere Cremes im Winter. Auch hormonelle Veränderungen können eine Anpassung der Pflege erforderlich machen, um die Haut optimal zu versorgen. Denn dann kann es der Fall sein, dass deine Haut zuerst talgregulierende und entzündungshemmende Inhaltsstoffe braucht, später dann feuchtigkeitsspendende und nährende Inhaltsstoffe, damit sie nicht austrocknet und die Hautschutzbarriere nicht gestört wird.

8. Welche Fehler machen die meisten Menschen bei der Wahl ihrer Hautpflege?

  • Die Pröbchenfalle: Zu viele Produkte auf einmal zu testen, kann deine Haut überfordern.
  • Nicht auf die Inhaltsstoffe achten: Nicht jede Trend-Zutat ist gut für jeden Hauttyp.
  • Zu aggressive Reinigung, zu häufiges Peeling: zerstört die Hautbarriere, was zu Trockenheit oder Unreinheiten führt.
  • Falsche Reihenfolge: Auch bekannt als „Layering“ in der Kosmetik. Für ein optimales und verstärktes Wirken der Produkte: leichte Texturen zuerst, dann schwerere Texturen.
  • Kein UV-Schutz: Die beste Anti-Aging-Maßnahme ist täglicher Sonnenschutz
  • Der Verzicht auf Tonic in der Hautreinigung: Das ist zwar kein extremer Fehler, es unterdrückt jedoch stark die Wirkung von Seren, Cremes und Masken, wenn kein Tonic in die Routine miteingebaut wird.

9. Welche aktuellen Hautpflege-Trends sind tatsächlich sinnvoll?

  • Skinimalism: Bitte keine Hamsterkäufe, weniger ist mehr! Setze auf eine überschaubare Auswahl an Pflegeprodukten, die du täglich und bewusst verwendest und innerhalb der empfohlenen Haltbarkeitsfrist nach dem Öffnen aufbrauchst.
  • Barrier Repair: Produkte, die die Hautbarriere stärken, z. B. mit hautähnlichen Lipiden wie in der Ziegenbutter
  • Slugging (bei trockener Haut): Eine dicke Schicht eines okklusiven Produkts (z. B. Ziegenbutter Overnight Mask) über Nacht schützt vor Feuchtigkeitsverlust.
  • Layering: Das ist in der Kosmetik das Auftragen mehrerer Hautpflege-Produkte in einer bestimmten Reihenfolge, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

10. Was ist dein „Geheimtipp“ bei der Auswahl der richtigen Creme?

Höre auf deine Haut, nicht auf Trends! Jede Haut ist einzigartig – was bei anderen funktioniert, muss nicht für dich passen. Beobachte, wie deine Haut reagiert und wie sich das für dich anfühlt! Du und dein kluger Körper merken sofort was guttut. Wähle Produkte mit hochwertigen, gut verträglichen Inhaltsstoffen. Tipp: Weniger ist oft mehr! Eine gute Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz und eine milde Reinigung sind die Basis jeder Hautpflegeroutine.

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